Stand: Oktober 2026 · Weihnachtssaison 2026/27 · von Marion persönlich recherchiert (Quellen: Stadt Wien, wien.info & Veranstalter-Seiten)
Zwischen Heiligabend und Dreikönig hat Wien zwei Gesichter: tagsüber ist die Stadt ruhig und fast verlassen, abends leuchten die letzten Weihnachtsmärkte – und am 31. Dezember verwandelt sich die Innenstadt in eine der größten Silvesterpartys Europas. Silvester in Wien ist ein Fest für sich, und die Tage dazwischen sind eine der unterschätztesten Zeiten für einen Städtetrip.
Hier findest du alles, was zwischen den Feiertagen noch offen hat: Weihnachtsmärkte, die über Weihnachten hinauslaufen, der komplette Silvesterpfad, Museen mit Feiertagsöffnungszeiten, Tipps für die Öffi-Anreise und für den Neujahrstag.
Welche Weihnachtsmärkte sind zwischen den Feiertagen noch offen?
Nach dem 23. Dezember wird es schnell dünn – aber „alles zu“ stimmt nicht. Sieben Märkte laufen über Weihnachten weiter, zwei sogar bis zum 6. Jänner. So sieht die Lage aus:
| Markt | Noch offen bis | An den Feiertagen |
|---|---|---|
| Weihnachtsmarkt Schönbrunn | 6. Jänner | 25.12.–6.1. bis 19 Uhr – läuft danach als Neujahrsmarkt weiter |
| Wintermarkt am Riesenradplatz | 6. Jänner | 31.12. bis 2 Uhr früh, 24.12. bis 17 Uhr |
| K&K Weihnachtsmarkt Belvedere | 31. Dezember | 24. & 31.12. von 11–17 Uhr |
| Christkindlmarkt Rathausplatz | 26. Dezember | 24.12. bis 18:30 Uhr |
| Weihnachtsdorf Stephansplatz | 26. Dezember | 25./26.12. bis 19 Uhr, 24.12. bis 16 Uhr |
| Weihnachtsdorf Schwarzenbergplatz | 26. Dezember | 24.–26.12. von 11–16 Uhr |
| Weihnachtsdorf Maria-Theresien-Platz | 26. Dezember | 24.–26.12. von 11–16 Uhr |
Alle Termine laut Veranstaltern (Stand: Oktober 2026) – die komplette Tabelle aller 17 Märkte findest du in meinem Termin-Überblick für Wiens Weihnachtsmärkte.
Mein Geheimtipp für die stille Zeit: Schönbrunn. Nach Weihnachten wird der Markt vor der Schlossfassade zum Neujahrsmarkt – deutlich ruhiger als im Advent, mit denselben Lichtern. Wer im Jänner kommt, erlebt den Markt fast wie ein Wiener Kind: gemütlich, ohne Warteschlangen, mit Blick auf die angestrahlte Fassade.
Und falls du am Rathausplatz bist: Der Eistraum läuft parallel zum Christkindlmarkt und bleibt bis 6. Jänner eisbereit – perfekt, um den Feiertagsbauch auf der Bahn abzutrainieren. Abende im Dezember sind kalt, also Häferl Punsch danach nicht vergessen.
Silvester in Wien: Der Silvesterpfad am 31. Dezember
Der Wiener Silvesterpfad ist das Herzstück von Silvester in Wien – und eine der größten Neujahrsfeiern Europas. Rund eine halbe Million Menschen feiert regelmäßig den Jahreswechsel in der Innenstadt. Der Eintritt ist an allen Standorten frei.
Wann & wo: Am 31. Dezember 2026 von 14 Uhr bis 2 Uhr früh an acht Standorten: Rathausplatz, Freyung, Am Hof, Graben, Stephansplatz, Kärntner Straße, Neuer Markt und am Wintermarkt am Riesenradplatz im Prater. Die Gastronomie-Stände öffnen schon ab dem Vormittag.
🔖 Das komplette Programm, alle Bühnen und alle Aktualisierungen findest du auf der offiziellen Website des Wiener Silvesterpfads.
So verteilt sich der Pfad über die Stadt – jede Station hat ihren eigenen Charakter:
- Rathausplatz: Die größte Bühne des Pfads – Showprogramm bis 2 Uhr früh, davor glitzernde Kulisse am beleuchteten Rathaus.
- Graben: Die Klassikmeile – hier lernst du bei Walzerkursen den Donauwalzer, falls du um Mitternacht mittanzen willst.
- Kärntner Straße: Die große DJ-Area – Pop, Beats und jede Menge Stimmung.
- Stephansplatz: Zentrum des Pfads – hier läutet die Pummerin, die berühmte Glocke des Stephansdoms, um Mitternacht das neue Jahr ein, dazu klingen die ersten Takte des Donauwalzers.
- Freyung, Am Hof & Neuer Markt: dazwischen: Punsch, Schmankerl-Stände und Bühnenprogramme.
- Wintermarkt am Riesenradplatz: Die Prater-Station – die Achterbahnen laufen, das Riesenrad dreht sich, und um Mitternacht feiert hier ganz Wien bei Livemusik.
Kein Feuerwerk – und warum das gut ist
Der Silvesterpfad verzichtet bewusst auf ein Feuerwerk: „Mensch, Tier und Umwelt zuliebe“, wie die Stadt Wien sagt. Stattdessen gibt es um Mitternacht den gemeinsamen Countdown auf allen Bühnen, die Pummerin und Licht-Showprogramme.
Privat nachlegen solltest du auch nicht: In Wiens Ortsgebiet sind nur kleine Artikel der Kategorie F1 erlaubt (Wunderkerzen, Tischfeuerwerk, Knallerbsen). Alles, was ordentlich knallt – Raketen, Blitzknallkörper, Knallfrösche – ist verboten und kann mit bis zu 3.600 € geahndet werden. An sensiblen Orten (Krankenhäuser, Tierheime, Kirchen) gilt: gar keine Pyrotechnik.
Mit dem Öffi zum Silvesterpfad
- In der Silvesternacht fahren alle U-Bahnen durchgehend – größtenteils in dichteren Intervallen als sonst. Zahlreiche Bim- und Buslinien sind ebenfalls die ganze Nacht im Einsatz.
- Station Stephansplatz (U1/U3): Ab etwa 21 Uhr fahren die Züge aus Sicherheitsgründen durch – plane Schottenring, Karlsplatz oder Stubentor als Ausstieg ein.
- Straßenbahnen rund um den Universitätsring werden abends umgeleitet oder verkürzt geführt; am Vormittag des 31.12. läuft der Silvesterlauf am Ring – hier kann es zu Ablenkungen kommen.
- Tagsüber gilt am 31. Dezember der Sonntagsfahrplan. Am besten vorher kurz auf wienerlinien.at checken.
Übrigens: Auch am Silvesterpfad gilt dasselbe System wie am Weihnachtsmarkt – Getränke gibt es in Pfandbechern (Becher ca. € 2, Häferl ca. € 5 Pfand). Wer um 2 Uhr früh nach Hause geht, löst sein Häferl vorher ein – oder behält es als Andenken an die Nacht, in der Wien bis zum Morgen gefeiert hat. Prosit Neujahr!
Was macht man am Neujahrstag in Wien?
Der 1. Jänner ist in Wien kein Ruhetag – die Stadt schläft sich nicht aus, sie macht weiter. Meine liebsten Neujahrs-Stationen:
- Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker: Um 11:15 Uhr kommt der Dreivierteltakt live aus dem Goldenen Saal des Musikvereins – im ORF, im Radio und in Kinos weltweit. Tickets sind praktisch unerhältlich, in den letzten Jahren gab es aber gratis Public Viewing auf großen LED-Wänden (Stephansplatz, Riesenradplatz) – ob’s heuer wieder klappt, erfährst du kurz vorher auf der offiziellen Silvesterpfad-Website.
- Neujahrsspaziergang im Schlosspark Schönbrunn: Schloss, Park und Tiergarten sind 365 Tage im Jahr offen – auch am 1. Jänner. Nach der durchfeierten Nacht ist der Park die schönste Katerkur der Stadt (Einlass Tiergarten ab 9 Uhr).
- Neujahrsempfang im Kunsthistorischen Museum: Das KHM lädt traditionell am 1. Jänner zu einem festlichen Empfang – Kunst statt Kater.
- Ruhig ins neue Jahr: Die Stadt ist am Neujahrstag wunderbar leer – perfekt für Fotos vom Stephansdom, der Ringstraße oder vom Riesenrad, ganz ohne Menschengedränge.
Wichtig fürs Einkaufen: Der 1. Jänner ist Feiertag, die Geschäfte bleiben zu – ausgenommen die Shops in großen Bahnhöfen (z. B. Hauptbahnhof) und Museumsshops.
Museen & Sehenswürdigkeiten: Was ist zwischen den Feiertagen offen?
Die Wiener Museen nutzen die Feiertage aktiv – viele öffnen sogar länger als sonst:
- Kunsthistorisches Museum & Museumsverband: In der Regel durchgehend über die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage geöffnet (am 24.12. mit früherem Schluss um ca. 15 Uhr). Das Weltmuseum öffnet über die Feiertage sogar zusätzlich auch montags.
- Albertina: Feiertagszeiten 2026 – 24.12. 10–14 Uhr, 25.12. 10–21 Uhr, 26.12. 10–18 Uhr, 31.12. 10–18 Uhr, 1.1. 10–21 Uhr. An Weihnachten und Neujahr wird bis 21 Uhr ausgestellt – perfekt, wenn es draußen früh dunkel wird.
- Wien Museum, Belvedere, Leopold & Co.: Die meisten Häuser öffnen an Feiertagen mit normalen oder Sonder-Zeiten – im Zweifel einen Blick auf die Website werfen.
- Tiergarten Schönbrunn: 365 Tage im Jahr, täglich ab 9 Uhr (im Winter bis ca. 16:30 Uhr geöffnet). Der älteste Zoo der Welt kennt keine Feiertage.
- Riesenrad & Prater: Der Wintermarkt am Riesenradplatz läuft bis 6. Jänner, das Riesenrad dreht bei jedem Wetter seine Runden.
Kombinier-Tipp für den perfekten Feiertag: Vormittag Tiergarten Schönbrunn (die Pandas sind aktiver, wenn es kalt ist), nachmittags Neujahrsmarkt vor der Schlossfassade, abends Museumsmeile am Maria-Theresien-Platz – oder klassisch: Punsch am Rathausplatz und Eislaufen im Eistraum.
Praktische Tipps für die Tage zwischen den Feiertagen
- Öffi: An den Feiertagen (25.12., 26.12., 1.1.) gilt der Sonntagsfahrplan. Am 24.12. fahren die Wiener Linien mit angepasstem Fahrplan – manche Linien schließen früher. Kurz auf wienerlinien.at checken.
- Geschäfte: An den Feiertagen bleiben sie geschlossen – ausgenommen Shops in großen Bahnhöfen (z. B. Hauptbahnhof) und am Flughafen. Am 24.12. und 31.12. gilt: Vormittags einkaufen, die meisten Läden schließen früher.
- Bargeld: Auch am Silvesterpfad und an den Marktständen funktioniert Kartenzahlung nicht überall – nimm genug Bargeld mit.
- Reservieren: Für das Silvester-Dinner und den Brunch am Neujahrstag gilt: Wer nicht reserviert, isst am Stehtisch – oder gar nicht. Besonders an Silvester sind die Wiener Restaurants schnell voll.
- Warm anziehen: Die Tage um den Jahreswechsel gehören zu den kältesten des Wiener Winters – Thermounterwäsche, Mütze und eine zweite Schicht einpacken. Wer friert, bleibt nicht lange bei der Stimmung.
❓ FAQ: Häufige Fragen zu Silvester & den Feiertagen in Wien
Ist der Eintritt zum Wiener Silvesterpfad frei?
Ja – der Eintritt ist an allen acht Standorten kostenlos. Bezahlt wird nur für Essen und Trinken (Pfandhäferl: ca. € 2 für den Becher, € 5 für das Häferl).
Gibt es Feuerwerk am Silvesterpfad?
Nein – die Stadt verzichtet seit Jahren bewusst darauf und setzt auf Licht, Musik und den gemeinsamen Countdown mit Pummerin und Donauwalzer. Privat sind in Wiens Ortsgebiet nur kleine F1-Artikel (Wunderkerzen, Tischfeuerwerk) erlaubt – alles, was knallt, ist verboten und kann bis zu 3.600 € Strafe kosten.
Fährt die U-Bahn in der Silvesternacht durchgehend?
Ja – alle U-Bahn-Linien sind in der Silvesternacht die ganze Nacht im Einsatz, viele in dichteren Intervallen. Wichtig: Die Station Stephansplatz (U1/U3) wird ab etwa 21 Uhr aus Sicherheitsgründen ohne Halt durchfahren, mit dem Bim am Ring kann es Umleitungen geben.
Welche Weihnachtsmärkte sind am 1. Jänner offen?
Zwei: der Weihnachtsmarkt vor Schloss Schönbrunn (läuft als Neujahrsmarkt bis 6. Jänner, bis 19 Uhr) und der Wintermarkt am Riesenradplatz im Prater (bis 6. Jänner). Alle anderen großen Märkte schließen spätestens am 31. Dezember.
Sind die Museen zwischen den Feiertagen geöffnet?
Ja, die meisten – viele sogar mit verlängerten Zeiten. Das KHM ist in der Regel über die Feiertage durchgehend geöffnet, die Albertina öffnet am 25.12. und 1.1. bis 21 Uhr. Kurz vor dem Besuch auf der Website des Hauses checken.
Wohin mit Kindern am Silvesterpfad?
Der Silvesterpfad bietet auch ein eigenes Kinderprogramm – und der Wintermarkt am Riesenradplatz ist die familienfreundlichste Station: Achterbahn, Karussell und Livemusik, und um 2 Uhr früh ist wirklich Schluss. Wer es ruhiger mag: Der Tiergarten Schönbrunn hat auch am 31.12. und 1.1. offen.
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Fazit: Die stillste und die lauteste Zeit Wiens
Zwischen den Feiertagen zeigt Wien zwei Gesichter: Die stille Stadt, in der du am 26. Dezember fast allein über den Stephansplatz schlenderst – und die Partystadt, die am 31. Dezember bis 2 Uhr früh feiert. Genau diese Mischung macht die Tage zwischen Weihnachten und Dreikönig zu meiner Lieblingszeit in Wien.
Mein Rat: Nimm dir einen Tag für die stille Stadt (Tiergarten, Museen, Neujahrsmarkt) und einen für die laute (Silvesterpfad, Prater, Pummerin). Und dann sag mir nicht, du hättest in Wien nichts gemacht zwischen den Feiertagen.
Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein zauberhaftes neues Jahr! 🎇